Wir haben am letzten Wochenende unsere Sachen gepackt und sind nach Nürnberg gefahren, um den Bundeskongress Chirurgie und den Nachwuchskongress Staatsexamen und Karriere zu besuchen. Die zwei Tage vor Ort waren anstrengende, aber schön und wir freuen uns noch immer über die vielen persönlichen Kontakte, die wir sowohl mit Studierenden als auch mit Ärztinnen und Ärzten knüpfen konnten. Mit 8 Teammitgliedern, einem Stand, 500 Keksen und 2000 Flyern im Gepäck setzten wird alles daran, die Anwesenden von unserem Konzept zur Vermittlung von Assistenzarztstellen zu überzeugen. Das durchweg positive Feedback war sehr schön und ermutigend.

Aber was genau war der Bundeskongress Chirurgie und was hat es mit dem Nachwuchskongress Staatsexamen und Karriere auf sich?

Bundeskongress Chirurgie

Der Bundeskongress Chirurgie wurde von dem Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V. (BNC), dem Berufsverband der Deutschen Chirurgen e.V. (BDC) und dem Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. (BAO) ausgerichtet. Der dreitägige Kongress stand dieses Jahr auf Grund der zahlreichen Beteiligung anderer chirurgischer Fachgesellschaften unter dem Motto „Gemeinsam Stark“ und es trafen sich dort Chirurginnen und Chirurgen aus Praxen, Kliniken, ambulanten Operationszentren und Tageskliniken, um fachliche und berufspolitische Fragen zu diskutieren. Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf dem Thema Notfallversorgung, das auf fachlicher und politischer Ebene behandelt wurde. So stand auch die Frage im Raum, ob die Chirurgie als Fach selbst ein Notfall ist. Den Hintergrund für diese Überlegung bildeten die Kluft zwischen erwünschtem Idealzustand und täglicher Realität des Berufsfeldes, Veränderungen im Umfeld der Chirurgie und der steigende Nachwuchsmangel. Letzterer war für uns ein guter Grund vor Ort zu sein und die Chefärzte von unserem Konzept zu überzeugen. Der Kongress selbst bestand aus zahlreiche Workshops, Seminare und Kurse, die sich mit Themen wie „Der kindliche Notfall in der Chirurgie“ oder „Richtungsweisende Modelle der zukünftigen Chirurgischen Versorgung“ beschäftigten. Mit 1540 Teilnehmern war der Bundeskongress Chirurgie so gut besucht wie noch nie.

Nachwuchskongress Staatsexamen und Karriere

Der parallel stattfindende „Nachwuchskongress Staatsexamen und Karriere“ richtete sich an Medizinstudierende und wurde vom Berufsverband der Internisten (BDI) und dem Berufsverband der Chirurgen (BDC) ausgerichtet. Dort konnte man sich am Freitag und am Samstag konkret auf die praktisch-mündliche Prüfung in den Hauptfächern Chirurgie und Innere Medizin vorbereiten lassen. Bis in den späten Nachmittag hinein standen Frontalvorträge und Videositzungen zu Untersuchungstechniken, internistischen und chirurgischen Grundlagen sowie exemplarischen Fallpräsentationen auf dem Programm. Außerdem wurden Tipps und Tricks für den praktischen Prüfungsablauf angeboten. Alle Teilnehmer erhielten zudem freien Zugang zu den Seminaren des Bundeskongresses Chirurgie, um auch in diesen Teil ihrer zukünftigen Arbeitswelt eintauchen zu können. Dabei war das Angebot im Vergleich zu der zur Verfügung stehenden Zeit enorm, sodass die Entscheidung zwischen den einzelnen Kursen den Meisten oft schwer viel.

In den Pausen war es den Studierenden außerdem möglich, an verschiedenen praktischen Workshops teilzunehmen – ein Angebot, das als willkommene Abwechslung zur Theorie dankend angenommen wurde. Vor allem der Naht- und Knotenkurs, bei dem man ein Stück Schinken vernähen musste, wurde stark frequentiert. Im Sonographie Workshop wurden die Einsatzmöglichkeiten dieser Technik demonstriert und die Vor- und Nachteile erläutert. Wer sein Fingerspitzengefühl auf die Probe stellen wollte, konnte sich an einem Trainingsgerät für minimal-invasive Chirurgie versuchen. Auf der kleinen Ausstellung, auf der wir unseren Stand hatten, konnte man sich außerdem mit dem Punkt „Karriere“ befassen. So gab es Angebote für kostenlose Bewerbungsfotos oder einen Check der Bewerbungsunterlagen. Für uns bot sich während der Pausen die Gelegenheit, mit den Teilnehmern des Nachwuchskongresses ins persönliche Gespräch zu kommen. Ein Mitarbeiter von klinik_anamnese unterhält sich mit Teilnehmerinnen des Nachwuchskongresses Examen und Karriere in Nürnberg.Viele gaben uns dabei ein positives Feedback zu unserem Konzept und fanden es gut, dass sie bei der Wahl der richtigen Stelle nicht auf sich allein gestellt sind. Auch unsere selbstgebackenen klinik_anamnese Kekse fanden ihre Abnehmer. Außerdem zeigte uns der Kongress einmal mehr, wie wichtig unserer Vermittlerrolle bei der Herstellung des Kontakts zwischen Kliniken und Nachwuchsärzten sein kann. Während Martin an der einen Stelle mit einem Chefarzt für HNO aus dem Norden sprach, stellte sich später heraus, dass Daniel an anderer Stelle mit einem Studenten in Kontakt kam, der am liebsten eine Assistenzarztstelle in HNO im Norden finden würde.  Obwohl beide auf dem gleichen Kongress waren, hätten sie ohne uns allerdings nie voneinander erfahren.

Industrieausstellung

Nicht unerwähnt bleiben soll die Industrieausstellung, die zusätzlich zu den Seminaren, Workshops und Kursen stattfand. Sie richtete sich natürlich vornehmlich an die Teilnehmer des Bundeskongresses Chirurgie, war aber auch für die Nachwuchsmediziner interessant. Das lag nicht nur daran, dass man dort Werbegeschenke oder kostenlosen Kaffee abstauben konnte, sondern auch an der Chance, einmal einen Blick auf die technischen Innovationen der Branche werfen zu können. Vom Sprechstunden-Fernseher über chirurgische Einmalprodukte bis zum medizinischen Lasergerät war dort alles vertreten, was für Chirurginnen und Chirurgen von Nutzen sein könnte. Daneben informierten auch Dienstleister und Berater über ihre Angebote.

Fazit

Die 880 gefahrenen Kilometer von Witten nach Nürnberg und zurück haben sich gelohnt. Wir haben viele positive Eindrücken gesammelt und hatten Spaß daran, mit euch in direkten Kontakt zu kommen. Natürlich möchten wir uns an dieser Stelle auch nochmal bei allen Teilnehmern des Nachwuchskongresses Staatsexamen und Karriere bedanken, die an unseren Stand gekommen sind und uns diesen Kontakt ermöglicht haben.

euer Marcel

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